Marc Roberts im Interview: „Irland hat es beim ESC lange falsch gemacht“

Marc Roberts, Interview

Marc Roberts hat 1997 für Irland am Eurovision Song Contest teilgenommen. Er ist bis heute der letzte Act, der es für das Land unter die ersten Drei geschafft hat. Damals war die Stimmung allerdings ganz anders. „Jeder hat Geld darauf gesetzt, dass Irland wieder gewinnen wird“, erzählte der Sänger im Interview mit dem Podcast „Merci, Chérie“. Denn im Jahr zuvor hatte Eimear Quinn für Irland den vierten Sieg innerhalb von fünf Jahren eingefahren.

Belfast hätte wohl den ESC 1998 ausgetragen

„Der Sender RTÉ hat gesagt, dass er sich keinen Sieg mehr leisten kann“, so Roberts, der mit „Mysterious Woman“ an den Start ging. Kurz vor seinem Auftritt in Dublin erfuhr er dann von einem Deal mit der BBC in Nordirland. „Der ESC hätte also im Folgejahr in Belfast stattfinden können.“ Allerdings: „Ich bin mir nicht sicher, ob sie das vielleicht nur gesagt haben, damit ich mich gut dabei fühle, auf die Bühne zu gehen.“ Marc Roberts gewann nicht – Katrina And The Waves holten den Sieg mit „Love Shine A Light“.

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Der heute 57-Jährige wurde damals Zweiter. In den vergangenen 28 Jahren schaffte es kein Act aus Irland, sein Ergebnis zu übertreffen. „Es wird Zeit, dass wir mal wieder in die Top Drei kommen. Aber ich denke, dass es Irland beim ESC lange falsch gemacht hat.“ Sein Vorwurf: Das Land sei in seiner Auswahl zu sehr auf Sänger und Sängerinnen fokussiert gewesen. „Wir brauchen einen großartigen Song und müssen dann einen guten Sänger finden. Nicht umgekehrt.“

Marc Roberts verlor gegen Dustin The Turkey

Roberts selbst versuchte es 2008 noch mal im irischen Vorentscheid, den dann allerdings Dustin The Turkey, eine Truthahn-Puppe aus dem Kinderfernsehen, gewann. Eine Niederlage, die der „Mysterious Woman“-Sänger kommen sah: „Iren haben einen tollen Sinn für Humor“, sagte er. „Wir haben uns all diese Menschen vorgestellt, die im Pub sitzen, den Vorentscheid gucken und sagen: ‚Hey, lasst uns für einen Truthahn abstimmen.‘ Und das haben sie getan.“

Das gesamte Gespräch mit Marc Roberts sowie ein Interview mit Paenda gibt es hier in der aktuellen „Merci, Chérie“-Folge zu hören:

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Foto: Marco Schreuder

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